Reiten im Regen – gut für Pferd und Reiter:innen?

Regenwetter gehört zum Reiterleben einfach dazu, ob wir wollen oder nicht. Die Frage ist nur: Kann man im Regen reiten? Ist Regen gut oder schlecht für Pferde? Und wie sieht es mit der Sicherheit und Gesundheit von Pferd und Reiter:innen aus?

In diesem Beitrag findest du Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema „Reiten im Regen” und erfährst, wie du und dein Pferd bestens geschützt seid – damit selbst graue Regentage zu schönen Erlebnissen werden.

Regen und Pferde – wie viel Nässe ist in Ordnung?

Pferde sind grundsätzlich bestens an wechselhaftes Wetter angepasst. Ein Regenschauer macht ihnen in der Regel nichts aus. Viele stehen einfach weiter auf der Koppel, als wäre nichts geschehen, und manche scheinen den Regen sogar zu genießen, da er die Fliegen vertreibt.

Doch gilt das für jedes Pferd? Nicht ganz. Hier die wichtigsten Punkte:

    • •  Robuste Pferde mit dichtem Fell sind meist unempfindlich.
    • •  Geschorene Pferde oder solche mit dünnem Sommerfell können dagegen schneller frieren.

    • •  Ältere Pferde oder gesundheitlich angeschlagene Tiere reagieren sensibler auf Nässe.

Zittern im Regen ist ein klares Signal: Das Pferd friert. Dann solltest du es ins Trockene bringen oder eine passende Regendecke verwenden. Praktische Lösungen wie Abdeckmöglichkeiten aus unserem Sortiment an Pferdezubehör können hier hilfreich sein. Sie schützen dein Pferd zuverlässig vor Nässe und Kälte, ohne es einzuschränken.

Reiten im Regen – worauf es ankommt

Viele Reiter:innen zögern und fragen sich: „Kann ich mein Pferd satteln, wenn es nass ist?” Grundsätzlich ja, allerdings solltest du darauf achten, dass die Sattellage möglichst trocken ist. Ein klatschnasser Rücken kann in Verbindung mit dem Sattel nämlich zu Scheuerstellen führen. Ein Handtuch oder etwas Stroh hilft, den Rücken schnell abzutrocknen.

Auch die Sicherheit spielt eine Rolle. Auf nassem Untergrund erhöht sich das Risiko von Ausrutschern. Deshalb solltest du:

    • •  ruhige Gangarten (Schritt, Trab) bevorzugen,

    • •  rutschige Wiesen oder Waldwege meiden,

    • •  plötzliche Wendungen vermeiden.

Doch nicht nur dein Pferd, sondern auch du als Reiter:in solltest vorsichtig sein:

    • •  Sichtbarkeit: Regen schränkt die Sicht ein – helle oder reflektierende Kleidung erhöht deine Sicherheit im Straßenverkehr.

    • •  Griffigkeit: Nasse Zügel oder Handschuhe können rutschig werden. Reithandschuhe mit gutem Grip sind hier ein Muss.

    • •  Sitz und Balance: Regenbekleidung darf dich nicht einschränken. Achte darauf, dass Jacke und Hose wasserfest, aber flexibel sind, damit du im Sattel beweglich bleibst.

    • •  Helmschutz: Ein Helmüberzug hält den Kopf trocken und verhindert, dass Regen ins Gesicht läuft.

So wird der Ausritt auch bei Regen zu einem sicheren Erlebnis – für dein Pferd und für dich. Und du und dein Vierbeiner sicher, gesund und entspannt bleiben, haben wir die meistgestellten Fragen rund ums Reiten im Regen zusammengetragen:

Ist es schlimm für Pferde, im Regen zu stehen?

Antwort: Nein, denn Pferde sind robuste Tiere, die in der Natur ohne schützende Ställe leben. Ein kurzer Regenschauer macht ihnen nichts aus. Wichtig ist jedoch, dass sie einen Unterstand haben, wenn der Regen länger anhält oder sehr stark wird. Denn dauerhafte Nässe kann das Fell aufweichen und zu Hautproblemen wie Mauke führen. Beobachte dein Pferd. Wenn es im Regen entspannt frisst oder döst, ist alles in Ordnung. Wenn es jedoch unruhig wird, sich zusammenzieht oder zittert, braucht es Schutz. 

Sind Pferde glücklich, wenn es regnet?

Antwort: Ob Pferde Regen mögen, ist sehr unterschiedlich. Viele genießen den kühlen Schauer, weil er erfrischt und Insekten vertreibt. Sie bleiben entspannt auf der Koppel stehen und wirken ungestört. Andere hingegen empfinden Dauerregen als unangenehm, insbesondere geschorene, ältere oder empfindliche Pferde. Wenn ein Pferd friert oder gar zittert, ist klar: Glücklich ist es nicht, sondern es braucht Schutz, Wärme oder eine Decke. Ideal ist es, wenn dein Pferd selbst entscheiden kann, ob es im Regen bleiben oder einen Unterstand aufsuchen möchte. 

Ist Regenwasser schlecht für Pferde?

Antwort: Ganz im Gegenteil: Regenwasser ist für Pferde völlig unbedenklich. Viele von ihnen trinken es sogar direkt aus Pfützen. Wichtig ist nur, dass es sauber ist und nicht in einer verdreckten Ecke steht.

Regen auf der Koppel – ja oder nein?

Viele Pferdebesitzer:innen stellen sich die Frage: „Soll mein Pferd bei Regen überhaupt raus?“ Die Antwort lautet fast immer: Ja! Bewegung ist gut für den Bewegungsapparat und frische Luft stärkt das Immunsystem. Problematisch wird es erst, wenn die Koppel matschig und glatt wird. Dann steigt die Verletzungsgefahr, vor allem, wenn die Pferde toben.

Ideal ist eine Weide mit befestigtem Unterstand, sodass das Pferd selbst entscheiden kann, ob es draußen bleiben oder Schutz suchen möchte.

Was kann man bei Regen mit Pferden machen? – Alternativen zum Ausritt

Dauerregen muss kein Reittag-Killer sein. Wenn die Wege zu nass oder gefährlich sind, gibt es viele Möglichkeiten, die gemeinsame Zeit trotzdem sinnvoll zu nutzen. Solche Einheiten sind oft genauso wertvoll wie ein klassischer Ausritt und stärken die Bindung zwischen dir und deinem Pferd.

Hier ein paar Ideen:

    • •  Gymnastizierende Übungen aus der Halle – Seitengänge, Übergänge, Volten oder Cavaletti-Arbeit verbessern Balance und Losgelassenheit.

    • •  Reiter-Fitness – nutze die Zeit für dein eigenes Training: Dehnung, Balanceübungen oder Core-Training machen dich im Sattel stabiler.

    • •  Wellness-Tag im Stall – Putzen, Massieren, Mähne und Schweif pflegen oder die Hufe besonders gründlich versorgen.

Noch mehr Inspirationen und abwechslungsreiche Übungen findest du übrigens in unserem Magazinbeitrag „Fitness für Reiter und Pferd mit der eaSt Academy 2025” oder auf unserem Instagram-Kanal. So wird selbst ein verregneter Tag zu einer wertvollen Trainingseinheit – nur eben mit einem anderen Schwerpunkt.

Reiten im Regen – warum die richtige Kleidung den Unterschied macht

Während Pferde Regen oft erstaunlich gelassen nehmen, reagieren wir Menschen deutlich sensibler: Nässe kühlt den Körper aus, Wind verstärkt den Windchill-Effekt, die Hände werden klamm und die Zügel rutschig. Das hat Auswirkungen auf den Sitz, die Feinmotorik und letztlich auf die Sicherheit. Genau hier macht funktionale Regenbekleidung für Reiter:innen den Unterschied zwischen „unangenehm“ und „entspannt & sicher“.

Was gute Reit-Regenbekleidung leisten muss

Sie hält dich trocken, schützt vor Wind, lässt Wasserdampf entweichen (damit du nicht „von innen“ nass wirst) und bleibt dabei beweglich genug für leichten Sitz, Übergänge und lange Zügel. Gleichzeitig sollte sie still (nicht raschelig) sein, damit sensible Pferde ruhig bleiben.

eaSt Regenbekleidung für Reiter:innen als praxisnahes Beispiel:

Die eaSt Transseasonal Rainjacket und die eaSt Transseasonal Rainpants sind ganz neu in der Kollektion und schon jetzt echte Must-haves für alle, die sich vom Wetter nicht aufhalten lassen. Entwickelt für Reiter:innen, die Komfort, Funktionalität und Stil verbinden wollen, erfüllen sie genau die Anforderungen, die bei Regenritten entscheidend sind:

    • •  Wasserdicht & windabweisend: Wassersäule 5.000 mm, Schutz vor Windchill – ideal für wechselhafte Übergangszeit.

    • •  Atmungsaktiv: 3.000 g/m² Wasserdampfdurchlässigkeit – du bleibst trocken, ohne Hitzestau.

    • •  Reit-tauglicher Schnitt: Die Jacke mit hohem Kragen und kuscheliger Kapuze schützt Kopf und Nacken; der individuell einstellbare Bund sitzt auch im Sattel sicher. Die Hose ist gerade geschnitten, angenehm leicht und perfekt zum Überziehen.

    • •  Schnell an & aus: Reißverschlüsse an den Beinabschlüssen geben blitzschnellen Zugang zu den Reitstiefeln – super, wenn dich ein Schauer überrascht.

    • •  Alltagstauglich: Reißverschlusstaschen/Seitentaschen für Handy & Leckerli, platzsparend verstaubar für Satteltasche oder Spind.

    • •  Materialqualität: Leichtes, funktionales Obermaterial (PU-Beschichtung) mit angenehmem Tragegefühl – robust im Stall, bequem im Sattel.

So bleibst du bei Regen flexibel: Layering mit eaSt

Eines der Grundprinzipien von eaSt Reitbekleidung ist das Layering. Alle Teile sind so konzipiert, dass sie sich funktionell perfekt ergänzen und auch optisch harmonieren – vom Baselayer bis zur äußeren Schicht. So entsteht ein System, mit dem du flexibel auf jedes Wetter reagieren kannst, ohne auf Stil oder Komfort zu verzichten.

Das Zwiebelschalenprinzip macht Regenritte komfortabel: Das Baselayer transportiert den Schweiß zuverlässig von der Haut weg. Der Midlayer liefert zusätzliche Wärme, wenn es kühler ist, und die Shell-Layer, bestehend aus Regenjacke und Regenhose, bilden die schützende Außenlage gegen Nässe und Wind.

So kannst du dich je nach Wetterlage individuell einkleiden – und bist immer bestens vorbereitet. Dank der aufeinander abgestimmten Materialien und Schnitte sieht das Ganze nicht nur sportlich und modern aus, sondern fühlt sich auch im Sattel genauso angenehm an wie bei der Stallarbeit oder einem Spaziergang mit deinem Pferd.

Bewegungsfreiheit & Sitzgefühl mit Regenbekleidung

Regenbekleidung darf deine Hüft- und Schulterfreiheit nicht einschränken, da sonst der Sitz leidet und feine Hilfen schwieriger werden. Der gerade, bequeme Schnitt der „eaSt Rainpants” und der verstellbare Bund der Jacke sorgen dafür, dass du in allen Gangarten locker bleibst. Die Kapuze liegt dank des hohen Kragens sicher an (bei Bedarf unter dem Helmüberzug oder nach hinten fixieren), ohne zu flattern.

Regenbekleidung richtig pflegen

Damit die Schutzleistung deiner Regenbekleidung viele Jahre lang zuverlässig erhalten bleibt, ist die richtige Pflege entscheidend. Achte dabei besonders auf diese Punkte:

    • •  Schonend waschen: Immer gemäß den Pflegehinweisen, vorzugsweise im Schonwaschgang.

    • •  Kein Weichspüler: Dieser verklebt die atmungsaktive Membran und beeinträchtigt die Funktion.

    • •  Schmutz regelmäßig entfernen: Staub und Dreck können die Materialleistung herabsetzen.

    • •  Imprägnierung auffrischen: Alle paar Monate mit Spray oder durch Wärmeaktivierung nach dem Waschen, damit Wasser weiterhin abperlt.

Ebenso wichtig ist die richtige Trocknung. Hänge Jacke und Hose locker auf und lasse sie an der Luft trocknen. Vermeide direkte Hitzequellen wie Heizkörper oder Kamin, da diese die Beschichtung beschädigen können. Achte außerdem darauf, dass die Bekleidung vollständig getrocknet ist, bevor du sie verstaust. So verhinderst du Stockflecken und Gerüche. Mit der passenden Pflege bleiben deine Regenjacke und Regenhose viele Saisons lang wasserdicht, windabweisend und atmungsaktiv – und sehen dabei fast wie neu aus.

Fazit: Regen ist beim Reiten kein Hindernis

Reiten im Regen? Kein Problem, wenn du auf Sicherheit, das Wohl deines Pferdes und die richtige Ausrüstung achtest. Für dein Pferd ist ein Schauer meist harmlos, solange es nicht friert oder dauerhaft nass wird.

Für dich bedeutet Regen vor allem eins: eine gute Gelegenheit, die funktionale und stylische eaSt Regenbekleidung auszuprobieren!