Zurück zuhause nach einem langen und erfolgreichen Turniertag - das Wetter war schön, die Reiterkollegen nett, der Parcours war fair, die Pferde haben ihr Bestes gegeben und die neue Reithose war super bequem. Alles in einem also ein Turniertag, wie Reiter es sich wünscht. Könnte man doch einfach nach Hause fahren, was leckeres essen und beim Betrachten der neusten Turnierfotos happy den Tag ausklingen lassen.
Aber ein Turnier regt ja auch immer zum Nachdenken an: muss das Training umgestellt werden, waren die Prüfungen zu leicht oder zu schwer und was kann in Zukunft verbessert werden. Zudem gewinne ich persönlich auf einem Turnier immer sehr vielfältige Eindrücke, was sich in der Reiterwelt gerade so abspielt. Heute war für mich vor allem das Thema Mode etwas, was mich fasziniert hat, denn der Reiter von heute beweist auf dem Turnier auf jeden Fall eins: Modemut.

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Ein Turnier spielt sich natürlich nicht nur während der 2 Minuten im Parcours ab, sondern auch und vor allem außen rum. Das größte Getümmel herrscht dabei – neben Bierwagen und Stallzelt - vor allem auf dem Abreiteplatz. Ein Abreiteplatz kann je nach Größe, Starterzahl und Nervositätsgrad der Reiter von der netten Warm up Area zum Nahkampfschauplatz mutieren. Und wird damit regelmäßig zu meinem persönlichen Alptraum. Doch wie ich heute feststellen konnte - auch modisch gesehen ist der Abreiteplatz ein im wahrsten Sinne des Wortes sehr buntes Treiben.
Da die Stilvorgaben für Springreiter auf einem Turnier relativ weit gestrickt sind, findet sich hier fast alles zu entdecken, was wagemutige Reitfashion Designer sich an Spielereien, Neckereien und Scherzen überlegt haben: soweit das Auge reicht nicht zusammenpassende Blockfarben Kreationen, plakative Markenaufdrucke (einer reitenden Litfaßsäule nicht unähnlich) oder Pailletten- und Glitzerkreationen, die selbst Cinderella vor Neid erblassen lassen würden.
Und auch vor den Pferden wird im Moderausch nicht zurück geschreckt. So wurde ich heute beim harmlosen Schrittreiten derart geblendet, dass ich erst dachte heimlich fotografiert zu werden. Tatsächlich waren es jedoch die in Lackleder-Optik gehaltenen Hufglocken eines Pferdes vor mir (selbstverständlich mit verspiegeltem Glitzerrand), die vom Sonnenlicht getroffen Blitze über den Turnierplatz geworfen haben. Hier natürlich die Frage, ob das Pferd die ungewohnte Lichtquelle über dem Sprung nicht irritieren würde. Ich habe mir diese Frage jedoch zugunsten der guten Stimmung auf dem Abreiteplatz verkniffen und meinen Helmschirm einfach etwas tiefer gezogen. Kurz vor dem Einritt habe ich dann aber doch tatsächlich schon gleich das nächste Pferdemodenhighlight entdeckt: Fliegenohren mit Glitzterteppich auf der Stirn- ein quasi pferdgewordener Traum in weiß pink: Während die Ohrenpartien dieses mondänen Pferdemützchen noch relativ neutral gehalten waren, ging der untere Bereich in ein kunstvolles Geflecht aus rosa weißen Glitzersteinchen über, die sich in Satteldecke und Reiterhelm wiedergefunden haben. Ein Wunderwerk der Glitzersteinindustrie und für manche die Frage: modisches Statement oder unerfüllter Prinzessinentraum...?

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Nach weiteren Aha-Erlebnissen und einem heutigen Turnierüberlick über die neusten Fashion- Highlights auf dem Abreiteplatz habe ich, die für mich 5 wichtigsten Style Regeln im Sattel einmal zusammengefasst:



1. Weniger ist mehr
Reiten ist elegant und Reiten ist ein Sport. Diese beiden Grundregeln sollte das Fashion Outfit grundsätzlich befolgen. Heißt: keine aufwändigen Rüschen, die beim Reiten behindern, kein Glitzerfummel der das Pferd irritiert (oder andere Reiter blendet) und kein Plüsch, wo funktionstechnisch wirklich keiner nötig ist.

2. Komfort first
Wer sportliche Höchstleistungen vollbringen will, muss sich wohl fühlen. Das heißt mein Outfit sollte mich nicht einengen, es sollte gemütlich sein und mir Wohlfühlmomente im Sattel schenken. Wenn die Glitzersteine drücken, kann der Parcours nämlich ungemütlich lang werden.

3. Immer schön flexibel bleiben
Bei Funktionskleidung denkt jeder an Treckingsandalen (weiße Tennissocken), Bauchgürteltaschen oder Kakihosen mit vielen Taschen und durch Reißverschluss abtrennbare Hosenbeine. Doch Schluss mit diesen Vorurteilen. Denn Reitmode sollte bitte immer maximal funktional und flexibel sein. Dabei muss keinesfalls auf den Modestolz verzichtet werden. Denn wie die reggings® eindrucksvoll beweist: funktional und modisch – das passt durchaus sehr gut zusammen!

4. Size zero
Frauen sagen nicht gerne wie alt sie sind, wie viel sie wiegen oder welche Konfektionsgröße sie haben. Kleine Frauengeheimnisse sind ja aber auch legitim und sollten streng gehütet werden. Nur sich selber sollte man nicht in die eigene Tasche lügen, denn Reitklamotten in der passenden Größe sehen im Sattel nicht nur viel besser aus, sondern sind auch wesentlich komfortabler.
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5. Mottoparties im Sattel umgehen
Ganz bestimmt: fast jedes Mädchen hat sich schon einmal im Leben gewünscht Prinzessin zu sein oder diesen Traum auch noch nicht aufgegeben. Doch nicht jeder Wunsch muss fashionmäßig laut nach außen getragen werden. Viel wichtiger ist es mit seiner Reitmode sein sportliches, selbstbewusstes Ich zu betonen, denn das hat einen schließlich in den Sattel gebracht. Zudem ist zeitlose, sportlich elegante Mode etwas, was jeden Reiter toll kleidet und dabei nicht vom Wesentlichen lenkt: der unvergleichlichen Einheit von Reiter und Pferd und der Schönheit unser aller Lieblings-Vierbeiner.

In diesem Sinne – be less, be more-  just be in a reggings®