Sommer, Sonne, Hitze:  Karibische Temperaturen bringen Zwei- und Vierbeiner zurzeit ins Schwitzen. Gerade Pferde können schnell unter der Hitze leiden, da ihre großen Muskelmassen viel Wärme speichern und abgeben. Hinzu kommt die geringe Effizienz der Kühlungsmechanismen eines Pferdes bei zunehmend hohen Außentemperaturen.

Um seinem Pferd Abkühlung an heißen Tagen zu bieten, verraten wir euch die besten Tipps zum Runterkühlen.

 1.) Der frühe Vogel fängt den Wurm

Wer trotz sommerlicher Bruthitze sein Trainingspensum halten will, sollte die Trainingsstunden in die sehr frühen Morgen- oder späten Abendstunden legen, denn dann ist es deutlich kühler. Unter Umständen angenehmer als ein Reitplatz in praller Sonne kann die geschützte Reithalle oder ein Ritt in den schattigen Wald sein. Fliegenspray beim Ausreiten hilft lästige Bremsen und Mücken abzuwehren. Kraftraubendes Konditionstraining oder sehr lange Reitstunden sollten bei Temperaturen über 25 Grad jedoch trotz allem vermieden werden. Auf ausreichende Schrittpausen zum Durchschnaufen muss zusätzlich geachtet werden.

 2.) Wasser Marsch

Eine kühle Dusche ist nicht nur für uns erfrischend. Um einen Schock fürs Pferd zu vermeiden sollte langsam an den Beinen begonnen werden und dann vorsichtig weiter nach oben gegangen werden. Lauwarmes Wasser ist besser als eiskaltes Wasser. Zum effektiven Abkühlen muss das gesamte Pferd geduscht werden, da die dünnen Blutgefäße der Pferdebeine nicht ausreichend kühles Blut in den Restkörper transportieren können. Eine ausgiebige und gründliche Dusche ist vor allem nach dem Ritt bzw. Schwitzen äußerst wichtig, da der Pferdeschweiß sehr mineralhaltig ist. Bleiben die Salze des Schweißes im Fell, so verklebt dieses und Luft kann nicht mehr zwischen den feinen Haaren zirkulieren. Zusätzlich blockieren die feinen Salze Schweißporen, was ein erneutes Schwitzen und damit das Abkühlen des Pferdes behindert.

3.) Kühler Platz im Schatten

Um lange und direkte Sonneneinstrahlung des Kopfes zu vermeiden, muss das Pferd die Möglichkeit haben, sich im Schatten aufzuhalten. Sind auf der Weide keine Bäume oder andere natürliche Schattenplätze vorhanden, müssen mobile Weidehütten errichtet werden. Bei Koppelgang über 1-2 Stunden sollte zudem Trinkwasser auf der Weide zur Verfügung stehen. Lange Transporte mit vielen Pferden auf engem Raum ohne Klimaanlage sollten, wenn möglich, vermieden oder auf die frühen Morgen-/späten Abendstunden verlegt werden. Gerade im Transporter kann die Luft wenig zirkulieren und die Pferde produzieren während der Fahrt zusätzliche Hitze. Dies kann zum Hitzekollaps während der Fahrt führen. Auch lange Wartezeiten auf dem Transporter auf einem Turnier- oder Übungsplatz können zur gefährlichen Hitzefalle werden

 4.) Elektrolythaushalt auffüllen

Da Pferde beim Schwitzen über ihren Schweiß sehr viele Mineralien verlieren, müssen diese an heißen Tagen aufgefüllt werden, um einen Mangel zu vermeiden. Hierfür können Elektrolyte ins Futter gemischt werden. Alternativ können Salzlecksteine im Stall oder auf der Koppel angeboten werden.

So schmeckt der Sommer- Pferdeeis zum Selbermachen

Garantierte Abkühlung von innen und eine tolle Belohnung bietet selbst gemachtes Pferdeeis. Hier kann alles verwendet werden, was gesund ist und schmeckt. Neben Äpfeln, Karotten und Birnen ist ein besonderer Gourmet-Tip eiskalte Wassermelone, denn die süße Frucht fressen viele Pferde nur allzu gerne.

Für das Pferdeeis werden die gewählten Gemüse- und Obstsorten klein geschnitten und mit Wasser, Kräutertee oder ein bisschen zuckerfreiem Apfelsaft eingefroren. Hierfür eignen sich kleine Plastikschalen, aus denen das Eis am nächsten Tag hervorragend herausgeschleckt werden kann. Und was gibt es Besseres als mit seinem Best Buddy an heißen Sommertagen ein leckeres Eis zusammen zu genießen?